Chronik

21 sportinteressierte junge Männer aus Löhne-Bhf. und Obernbeck fieberten nach Berichten von damaligen Teilnehmern tagsüber am Mittwoch, dem 14.Oktober 1925 dem Abend entgegen. Sie hatten sich für 20.00 Uhr im Gasthof „Zur Wallücke Bahn“ an der Ecke „Bahnhofstraße/ Lübbecker Straße“ bei August Große-Wortmann mit der Absicht verabredet, einen Sportverein zu gründen. In ihm sollten außer dem Fußballsport Leibesübungen aller Art betrieben werden.

 

Damit war der Grundstein für den Sportverein Löhne- Obernbeck e.V. 1925 gelegt.

 

Aufgrund des enormen Einsatzes der Vereinsgründer, aber auch infolge des allgemeinen Aufschwungs des Fußballsports in dieser Zeit, konnten in der nachfolgenden Mitgliederversammlung am 22.Oktober 1925 bereits 23 neue Mitglieder aufgenommen werden. Erstes Vereins Lokal Große-Wortmann (SVLO)

 

Das drängende Problem eines geeigneten Spielfeldes konnte nach kurzer Zeit gelöst werden. Gutsbesitzer Blomeyer verpachtete eine Fläche im Bereich der heutigen Kleingartenanlage östlich der „Lübbecker Straße“. Damit konnte die 1.Mannschaft bereits wenig später an den Meisterschaftsspielen der B-Klasse teilnehmen.

 

Anfang 1926 hatte der Verein bereits 55 Mitglieder. 2 Stamm- und 2 Jugendmannschaften nahmen am Spielbetrieb teil. Es war verständlich, dass diese Mannschaften in der Anfangszeit oft Lehrgeld zahlen mussten. Doch schon im Jahre 1928 stellte sich der erste große Erfolg ein. Die Meisterschaft der A-Klasse wurde errungen. Damit war der Aufstieg in die Liga erreicht. Die damaligen Sportfreunde erzählen gern und mit Begeisterung von ihren Spielen gegen Mannschaften aus Bünde, Minden, Oeynhausen oder Gütersloh. Als besonderer Leckerbissen wurden die Ortskämpfe gegen Oeynhausen geschildert, zu denen Hunderte von Schlachtenbummlern zu Fuß von Löhne nach Oeynhausen pilgerten.

 

Erstes Vereins LokalGroße-WortmannDie 1.Mannschaft nahm jahrelang einen guten Mittelplatz in der Liga ein. Sie war als Favoritenschreck gefürchtet.

 

Neben den guten Erfolgen im Fußball machte die Faustballmannschaft durch die Erringung der Westfalenmeisterschaft im Jahre 1930/31 u.a. mit den Spielern August Windmann und Hermann Seele von sich reden.

 

Dem SVLO gelang es in den 30er Jahren führende deutsche Mannschaften, wie den 1.FC Nürnberg mit seinen Nationalspielern sowie den FC Schalke 04 zu Freundschaftsspielen zu verpflichten.

 

Mitte der 30er Jahre spielte der SVLO eine führende Rolle in der Liga. Aus der Jugendmannschaft waren inzwischen hervorragende Kräfte herangewachsen. Die sicherlich stärkste Vorkriegsmannschaft bestand aus den Sportkameraden Viering, Reinke, Retzlaff, Ehl, Reinharz, Krahe, Steffen, Seele, F.Rinne, Langnäse und Prybyl.

 

Wie überall wurden auch in unserem Verein der Sport durch die politischen Verhältnisse und die Kriegsjahre stark beeinträchtigt. Trotz allem fanden sich zu dieser Zeit beim SVLO Männer, die sich besonders der Betreuung des Nachwuchses annahmen. Hier müssen vor allem Werner Gieseke, der seit 1936 den Verein leitete, sowie Rolf Langer, aber insbesondere auch der noch bis 1997 als Geschäftsführer tätige Jürgen Poppensieker, inzwischen zum Ehrenmitglied ernannt, hervorgehoben werden.

 

Der SVLO zählte zu den wenigen Vereinen im Kreisgebiet, die während der Kriegsjahre den Spielbetrieb mit Jugendspielern weiterführten. Teilweise vertraten auch zu jener Zeit noch 4 Mannschaften den SVLO. Selbst im Jahre 1943 wurde noch ein Jugendturnier durchgeführt, an dem neben der eigenen Mannschaft 7 auswärtige Kreismeister teilnahmen. Sieger wurde seinerzeit die Mannschaft des VfL Osnabrück durch einen knappen Endspielsieg über den SVLO. Im Jahre 1944 konnten nur wenige Spiele durchgeführt werden, da es an Gegnern fehlte.

 

Zweites Vereins LokalGroße-WortmannBei dem Bombenangriff auf Löhne am 14.März 1945 wurde das gesamte Eigentum des SVLO im damaligen Vereinslokal Horstkotte ein Opfer der Flammen. 20 Sportkameraden unseres Vereins zählten nach Kriegsende zu seinen Opfern. Sie waren entweder vermisst oder gefallen.

 

Nur wenige Wochen nach dem Zusammenbruch fanden sich ehemalige und neue Sportfreunde, die den Verein zu neuem Leben erweckten. In der ersten Versammlung am 1.August 1945 wurden Werner Gieseke wieder einstimmig zum 1.Vorsitzenden, Rolf Langer zum Kassierer und Rudi Kaufmann zum Geschäftsführer gewählt.

 

Brückenhaus HochwasserDer Spielbetrieb wurde am 5.August 1945 mit einem Spiel gegen eine englische Mannschaft wieder aufgenommen. In den folgenden Nachkriegsjahren fand das für den SVLO wohl wichtigste Meisterschaftsspiel am 13.Juli 1947 gegen Vlotho statt. Vor rund 6000 Zuschauern wurde dieser Gegner in einem begeisternden Spiel mit 3:2 geschlagen und damit die Meisterschaft der 1.Kreisklasse – verbunden mit dem Aufstieg in Die Bezirksliga – errungen.

 

Im Herbst 1948 erfolgte ein Zusammenschluss mit dem Nachbarn Tura Löhne. Diese Verbindung, sie erhielt den Namen Tura Löhne – Obernbeck, brachte für beide Partner nicht den gewünschten Erfolg. In einer außerordentlichen Versammlung am 13.April 1949 wurde beschlossen, vom Herbst des gleichen Jahres an wieder unter dem alten, traditionsreichen Namen „Sportverein Löhne- Obernbeck e.V. 1925“ den Spielbetrieb aufzunehmen.

 

1.Mannschaft 1949 -1950Für den SVLO hatte es jedoch zur Folge, in der 1. Kreisklasse anfangen zu müssen. Diese seinerzeit für uns auf den ersten Blick schwerwiegende Rückstufung erwies sich im nachhinein durchaus als Vorteil. Zahlreiche talentierte Jugendspieler begünstigten den Neuaufbau einer spielstarken Mannschaft. Sie nahm am Schluss der Serie als wohl jüngste Mannschaft des Kreises den 9. Platz unter 18 Vereinen ein.

 

Die den SVLO über die Grenzen Ostwestfalens hinaus bekannt machenden Erfolge begannen mit der Meisterschaft in der 1.Kreisklasse im Spieljahr 1953/54. Sie waren das Ergebnis einer jahrelangen, zielbewussten Aufbauarbeit und der Führung der Mannschaft durch ihren Spielertrainer Hardi Burkhardt. Ein Punktverhältnis von 54:6 und ein Torverhältnis von 134:26 bei 30 ausgetragenen Spielen drückte die Überlegenheit dieser jungen Mannschaft aus.

 

 

Neben der Meisterschaftssaison konnte sich der SVLO im selben Spieljahr auch bei den DFB-Pokalspielen bewähren. In diesem Wettbewerb wurden von der Mannschaft Leistungen gezeigt, die niemand für möglich gehalten hätte. Es musste erst ein so namhafter Verein wie Schalke 04 zum „Brückenhaus“ kommen, um unsere Elf aus dem Pokalwettbewerb zu werfen. Der Weg unter die letzten 16 im Pokal brachte auf Kreisebene zunächst Siege gegen Ennigloh mit 2:1, Bünde 08 mit 5:0 und Mennighüffen mit 3:2. Der Fußballkenner horchte auf, als die SVA Gütersloh im eigenen Heidewaldstadion mit 3:2 bezwungen wurde. Nahezu 2000 Löhner Schlachtenbummler hatten den SVLO bei diesem schweren Auswärtsspiel unterstützt. Danach wurde Union Herford als ranghöchste Mannschaft des Kreises mit 2:1 aus dem Rennen geworfen. Nachdem gegen die Spielvereinigung Brackwede am Brückenhaus „nur“ ein 1:1 erreicht wurde, glaubten viele an ein Ausscheiden aus dem Wettbewerb. Zur Überraschung konnte jedoch der SVLO mit einem 2:0 in Brackwede seinen Weg fortsetzen. Gewarnt durch die bisherigen Erfolge und die guten Kritiken erschien der nächste Gegner, der Vertragsligist Arminia Bielefeld, Pfingsten 1954 mit seiner stärksten Mannschaft. Vor 4000 Zuschauern gab es in einem dramatischen Spiel nach Verlängerung einen 4:3 Sieg für die Mannen um Spielertrainer Hardi Burkhardt.

 

Am 18.Juni 1954 schickte sich als nächster Oberligist VfL Bochum an, dem SVLO den K.O.-Schlag im Pokalwettbewerb zu versetzen. Gut 6000 Zuschauer umsäumten bei diesem Spiel den Platz.

 

1.Vorsitzender Willi Schollebegrüßt die SchalkerDer Klassenunterschied und die ersten 20 Minuten des Spielablaufs deuteten auf einen Spaziergang des Oberligisten hin. Mit Glück, aber auch mit Können, überstand der SVLO diese für ihn kritische Phase. Mit zunehmender Spieldauer erzwang unsere Mannschaft ein durchaus offenes Feldspiel, so dass auch der gute Bochumer Torhüter Tiedtke seine Qualitäten unter Beweis stellen musste. In der 80. Minute glich der Platz einem Hexenkessel, als der für Abstaubertore bekannte Erwin Rolfsmeier auf Vorlage von Harry Krahe aus 8m Entfernung unhaltbar zum einzigen Tor des Tages einschoss. Es waren zwar noch bange 10 Minuten zu überstehen, doch mit vereinten Kräften und einer zuverlässigen Hintermannschaft gelang es, das Ergebnis zu halten. Es war verständlich, dass sich nach dem Schusspfiff sowohl Spieler als auch Zuschauer überglücklich in den Armen lagen und manche Freudenträne vergossen. Damit war die Runde der letzen 16 in Westdeutschland erreicht. Mit großer Spannung wurde die Auslosung erwartet. Sie bescherte uns zu aller Freude als Gegner den mehrfachen Deutschen Meister Schalke 04.

 

Am Mittwoch, dem 23. Juni 1954, hatte ganz Ostwestfalen seinen großen Fußballtag, obwohl zeitgleich die Fußball- Weltmeisterschaft in der Schweiz ausgetragen wurde. Beim SVLO waren viele Hände tätig, um den zu erwartenden Besucherstrom bei den auch damals beengten Verhältnissen am Sportplatz „Am Brückenhaus“ bewältigen zu können. Alle erdenklichen Möglichkeiten wurden ausgeschöpft, dem Platz ein größeres Fassungsvermögen zu geben.

 

Beim Anstoß wurden rund 12 000 Zuschauer geschätzt. Sicherlich waren auch einige unter ihnen, die eine erneute Sensation erhofften. Aber die Schalker waren vorgewarnt. Sie hatten eine sehr starke Mannschaft mitgebracht. Ihr Betreuer Fritz Szepan, sicherlich einer der Größten im deutschen Fußball, sagte vor dem Spiel:“ Eine Mannschaft, die den VfL Bochum aus dem Rennen geworfen hat, ist nicht ganz ungefährlich.“ So kam es, dass die Knappen mit der richtigen Einstellung ins Spiel gingen, und ehe sich unsere Mannschaft auf diesen großen Gegner eingestellt hatte, führten die Schalker bereits nach 24.Minuten mit 3:0. Trotzdem sorgte eine tapfer kämpfende SVLO-Mannschaft dafür, dass das Spiel zu keiner Minute langweilig wurde. Oft genug kreuzte der SVLO vor dem Tor von Orzessek auf und setzte die Hintermannschaft der Schalker zeitweise sehr unter Druck. (Es ging nichts mehr... Erwartungsvolle Zuschauer beim Schalkespiel) Es ging nichts mehr... Erwartungsvolle Zuschauer beim Schalkespiel

 

 

Das Spiel endete standesgemäß mit 9:2 für den FC Schalke 04. Aber der starke Beifall, der am Schluss dieser Begegnung auch unserer Mannschaft gezollt wurde bewies, dass man mit ihrem Spiel äußerst zufrieden war. Auch der Gegner, mit dem man nach dem Spiel noch in gemütlicher Runde zusammensaß, sprach der Mannschaft höchstes Lob für die gezeigte Leistung aus.

 

 

Zur Vorbereitung auf die Meisterschaftssaison 54/55 wurden namhafte Gegner verpflichtet, u.a. Erkenschwick mit dem späteren Nationalspieler Horst Szymaniak, um gut gerüstet bei der Vergabe der Meisterschaft ein wichtiges Wort mitsprechen zu können. Dieses angestrebte Ziel konnte endgültig am 20.Juni 1955 im letzten Spiel gegen den SV Haddenhausen erreicht werden. Löhnes Fußballanhang erstürmte nach dem Schlusspfiff den Sportplatz in Haddenhausen und 11 abgekämpfte Spieler liefen Gefahr, erdrückt zu werden. Sie hatten nach einjähriger Zugehörigkeit zur Bezirksklasse den Aufstieg zur Landesliga geschafft. Mit einem Torverhältnis von 104:45 hatte der SVLO wieder einmal die meisten Tore geschossen und die wenigsten zugelassen.

 

Im ersten Landesligajahr 1955/56 konnte es für den SVLO lediglich darum gehen, gegen die zahlreichen spielstarken Mannschaften wie z.B. Brackwede, Fichte Bielefeld oder Lippstadt den Klassenerhalt zu sichern. Für den Fußballkenner war es klar, dass der Höhenflug in dieser Klasse nicht fortgesetzt werden konnte. So war man zufrieden, am Schluss der Serie den viertletzten Tabellenplatz erreicht zu haben. Im darauf folgenden Jahr konnte man immerhin 7 Mannschaften hinter sich lassen. Kritisch wurde dann das Jahr 1958. Nach dem Abschluss der Serie belegte man gemeinsam mit Paderborn 13 den viertletzten Tabellenplatz. Da in diesem Jahr 4 Mannschaften in die Bezirksklasse absteigen mussten, gab es gegen Paderborn ein Entscheidungsspiel. Bei glühender Hitze wurde dieses Spiel am 2.Juni auf neutralem Platz in Schildesche ausgetragen.

 

Nach 120 Spielminuten, in denen beide Mannschaften bis zum Umfallen gekämpft hatten, gab es keinen Sieger. Man trennte sich unentschieden 2:2. Drei Tage später traf man in Lemgo erneut aufeinander. Riesige Autoschlangen wälzten sich in Richtung der alten Hansestadt. Dieses Mal hatte der SVLO die bessere taktische Einstellung. In einem Spiel, bei dem die Zuschauer aus dem Staunen nicht herauskamen, siegte der SVLO klar und verdient mit 4:0. Nicht wie eine abstiegsbedrohte Mannschaft, sondern wie ein Meister hatte der SVLO aufgespielt. So als habe dieser Sieg der Mannschaft neuen Auftrieb gegeben, spielte sie in der Saison 58/59 groß auf. Sie war von Anfang an in der Spitzengruppe vertreten und es schien, als könne sie bei der Vergabe der Meisterschaft ein Wort mitsprechen. Am Ende waren jedoch die Gegner zu stark, so dass am Schluss der 6.Tabellenplatz heraussprang.

 

Die Serie 59/60 konnte mit einem guten Mittelfeldplatz abgeschlossen werden. Im Spieljahr 60/61 wurde der SVLO wiederum unter die Favoriten eingereiht. Er konnte diesen Vorschusslorbeeren jedoch nicht gerecht werden und es langte erneut nur zum 6.Platz.

 

Aus alten Landesligazeiten

 

Nach dem Sicherstellen des Klassenverbleibs in der Serie 61/62 im letzten entscheidenden Spiel gegen Arminia Bielefeld II konnte in den Spieljahren 62/63 und 63/64 gute Mittelplätze erreicht werden. Das Auf und Ab in den Jahren der Landesliga-Zugehörigkeit zeigte sich am deutlichsten in der Serie 64/65. Nach anfänglichen Erfolgen gab es eine Vielzahl von Enttäuschungen. Viele hatten den SVLO bereits abgeschrieben. Um den Klassenerhalt zu sichern, musste die Mannschaft aus dem letzten 3 Auswärtsspielen 5 Punkte holen. Dies schien kaum möglich, denn immerhin war unter den Gegnern auch der traditionsreiche TSV Detmold, der ebenfalls gegen den Abstieg kämpfte. Schließlich gelang jedoch in Mennighüffen ein 3:2 Sieg, in Brake hieß das Ergebnis am Schluss 4:0 für den SVLO, so dass alles vom letzten Spiel gegen Detmold abhing, in dem der Mannschaft jedoch ein Unentschieden zum Klassenverbleib genügte. Nach einem großartigen, von unserer Mannschaft äußerst offensiv geführten Spiel, wurde Detmold schließlich mit 6:0 bezwungen.

 

Die mittelmäßigen Leistungen des Spieljahres 64/65 waren im wesentlichen darauf zurückzuführen, dass wegen der Umgestaltung am Brückenhaus der so wichtige Heimvorteil aufgegeben werden musste und ein gleichwertiger Platz nicht zur Verfügung stand. Gerade rechtzeitig zum 40jährigen Vereinsjubiläum konnte dann jedoch der völlig neu gestaltete Sportplatz, versehen mit einer für die damaligen Verhältnisse hervorragenden Flutlichtanlage, in Betrieb genommen werden. Offen blieb seinerzeit lediglich die Lösung des Problems der Umkleidemöglichkeiten für Mannschaften und Schiedsrichter. Die Mannschaften mussten sich mit den dunklen Kellerräumen des Brückenhauses, die Schieds- und Linienrichter mit dem Saal und oftmals auch mit dem Wohnzimmer des Vereinwirtes, das dieser freundlicherweise zur Verfügung stellte, begnügen. Zu unserer aller Freude konnte schließlich im August 1971 durch die Einweihung des neuen Unkleidegebäudes Abhilfe geschaffen werden. Meister der Bezirksklassen 71/72

 

Im Spieljahr 65/66 erreichte die Mannschaft einen hervorragenden 3.Tabellenplatz. Die beiden folgenden Serien brachten Leistungen, die den Klassenerhalt sicherten.

 

Zum Schluss der Serie 68/69 musste der SVLO jedoch nach 14-jähriger ununterbrochener Zugehörigkeit zur Landesliga den bitteren Weg des Abstiegs gehen. Bereits nach 2 Jahren in der Bezirksklasse gelang es, in der Meisterschaft 71/72 den Wiederaufstieg in die Landesliga zu erreichen - und das trotz eines miserablen Starts von 2:8 Punkten.

 

Der Verbleib in dieser Klasse konnte leider nur über 2 Jahre hinweg sichergestellt werden. Nach einer Entscheidungsrunde mit den Mannschaften GW Paderborn und TBV Lemgo musste erneut der Weg in die Bezirksklasse angetreten werden.

 

Die Chronisten der Festschrift zum 50-jährigen Vereinsjubiläum scheinen aus heutiger Sicht eine gewisse Vorahnung gehabt zu haben, dass insbesondere der Zeitraum nach 1974 für die 1.Mannschaft die Schnittstelle einer bis dahin überwiegend positiven sportlichen Vergangenheit – gemessen an der Spielklasse und den Pokalerfolgen – und einer noch ungewissen sportlichen Zukunft bilden könnte:

Wie schrieben sie doch:

„Die Folge des Abstiegs war eine völlige Neuformierung der Mannschaft. Durch die Hereinnahme von weiteren Jugendspielern erreicht sie heute ein Durchschnittsalter von gut 21 Jahren. Sie nimmt z.Z. in der Bezirksklasse einen mittleren Tabellenplatz ein, so dass die Hoffnung besteht, dass mit dieser jungen Mannschaft an die Erfolge der früheren Jahre angeknüpft werden kann.“

 

Diese Hoffnung, die mit einem erneuten Aufstieg in die Landesliga nach bereits 2 Jahren Wirklichkeit wurde, war jedoch, um es vorwegzunehmen, nicht von Dauer.

 

Ende Saison 75/76 konnte zwar mit 1 Pkt. Vorsprung vor dem BV Oeynhausen durch einen 4:2 Sieg in Oetinghausen am letzten Spieltag der Wiederaufstieg sichergestellt werden. Doch mit einem lachenden (wegen der Ablöse) und einem weinenden Auge (wegen des Verlustes eines der talentiertesten Spieler) mussten wir diesem Erfolg den Wechsel von Karl-Hermann Eickhoff zum damaligen Zweit-Bundesligisten Arminia Bielefeld hinnehmen, mit dem die Mannschaft natürlich erheblich geschwächt wurde.

 

So stand sie am Ende des Spieljahres 76/77 mit dem Nachbarn VfL Mennighüffen und dem VfL Schlangen punktgleich auf den Abstiegsplätzen, so dass in einer Entscheidungsrunde 2 Absteiger ermittelt werden mussten. Da alle Spiele unentschieden endeten entschied letztlich die Tordifferenz, und zwar zugunsten unserer Mannschaft. 1.Mannschaft 1975

 

Die sportliche Talfahrt der 1.Mannschaft setzte dann nach der Saison 77/78 mit dem Abstieg aus der Landesliga und in der folgenden 78/79 aus der Bezirksliga in die Kreisliga A ein. Für den Seniorenbereich war das Spieljahr 78/79 ein äußerst bitteres, denn neben der 1. mussten auch die 2. und die 3.Mannschaft den Weg in die nächst niedrigere Klasse antreten. In den folgenden 12 Jahren bewegte sich die Mannschaft stets in der gesicherten Tabellenregion der Kreisliga A. Obgleich sie oft in der Spitzengruppe zu finden war, konnte sie bei der Vergabe der Meisterschaft ein ernstes Wort nicht mitreden.

 

Dies gelang ihr dann jedoch im Spieljahr 91/92. Wiederum, wie schon 16 Jahre zuvor, auf der Oetinghausener Alm. Mit „Pauken und Trompeten“ sowie mit Cheerleadern wurde die Mannschaft bei ihrem 2:1 Sieg großartig unterstützt. Damit konnte es ab der Saison 92/93 erstmals wieder zu den seit langem von den Sportanhängern im unteren Werretal ersehnten Ortskämpfen mit Tura Löhne und VfL Mennighüffen kommen.

 

Die Freude über das Spielen in der sportlich sehr interessanten Bezirksliga währte aber leider nur 2 Jahre. Nach dem Erreichen eines Mittelplatzes im 1.Jahr musste nach der Saison 93/94 wieder der Gang in die Kreisliga A angetreten werden. Hier spielt sie seither mit gutem bis sehr gutem Erfolg.

 

Natürlich sollte sie wieder in die Bezirksliga. Da sie jedoch fast nur aus Spielern bestand, die im SVLO mit dem Fußballspielen begonnen hatten bzw. in den oberen Jugendmannschaften zu uns gestoßen waren, bedurfte es von allen Seiten sehr viel Geduld. Sicherlich wäre es zum Erreichen des kurzfristigen Ziels „Aufstieg“ möglich gewesen - und wie auch um uns herum allgemeine Praxis – Jahr für Jahr nach „Neuverpflichtungen“ Ausschau zu halten. Dieser Weg schied jedoch für den SVLO aus – unsere jungen, ehrgeizigen und sympathischen Spieler beider Mannschaften hatten dieses Vorgehen nicht verdient!

 

Auch deshalb nicht, weil viele von ihnen sich seit Jahren als Trainer in unseren Jugendmannschaften engagierten und mit ihrem sportlich fairen Verhalten den Kindern und Jugendlichen ein Vorbild waren.

 

In der Spielzeit 07/08 gelang dem SVLO dann jedoch der große Coup. Die Rottmann-Elf gewann im Jahr 2008 alle 12 Spiele in Serie und stieg mit sagenhaften 74 Pkt. als verdienter und souveräner Meister in die Bezirksliga auf. Bemerkenswert dürfte sein, dass bis auf Kai Wegner alle Spieler schon in der eigenen Jugend spielten.

 

Der SVLO spielte zwei Jahre lang erfrischenden Fußball in der Bezirksliga, musste aber auch auf Grund der Unerfahrenheit des Teams dann den bitteren Gang in die Kreisliga antreten. Und das mit einem positiven Torverhältnis. So etwas hatte es in der Bezirksliga-Geschichte bis dato noch nicht gegeben.

 

Bislang wurde nur auf die 1.Mannschaft eingegangen. Hierfür wird um Verständnis gebeten, ist sie doch für jeden Verein „das Aushängeschild“. Dies bedeutet aber nicht ein Zurückstellen oder Vergessen der „unteren Mannschaften“. Sie werden im Gegenteil in unserem Verein seit jeher als ein unverzichtbarer Bestandteil einer Seniorenabteilung angesehen, die sportliche Erfolge anstrebt. Nur durch ein kameradschaftliches Miteinander zwischen den Spielern, Trainern und Betreuern der einzelnen Mannschaften lassen sich die gesteckten Ziele erreichen.

 

Beim SVLO nahmen bis zum Spieljahr 68/69 4 Seniorenmannschaften am Spielbetrieb teil. Bis einschließlich der Saison 93/94 konnten noch 3 Mannschaften gemeldet werden. Seit dieser Zeit sind es leider nur noch zwei.

 

In der Zeit nach 1950 konnten unsere „unteren“ Mannschaften, ob 2., 3. oder 4., stets überdurchschnittliche Erfolge erzielen. So gehörte die 2. Mannschaft in den zurückliegenden 4 Jahrzehnten der früher als 1.Kreisklasse bezeichneten heutigen Kreisliga A insgesamt 16 Jahre an. Besonders hervorgehoben werden soll an dieser Stelle der Aufstieg im Jubiläumsjahr 1975, als die mit zahlreichen landesligaerfahrenen Spielern besetzte Mannschaft ungeschlagen mit 49:3 Punkten und 118:16 Toren die Meisterschaft errang.

 

Mit etwas Glück hätten in den vergangenen Jahren die 2.Mannschaft durchaus an diese Erfolge anknüpfen können. So scheiterte sie nach der Saison 98/99 erst im Entscheidungsspiel der jeweils Gruppenzweiten um den Aufstieg in die Kreisliga A vor einer großartigen Kulisse auf dem neutralen Platz in Holsen an GW Pödinghausen. Dennoch ist es bemerkenswert, das die Reserve regelmäßig zu den besten 2. Mannschaften ihrer Klasse gehört.

 

(2.Mannschaft Entscheidungsspiel) Da die derzeitigen Seniorenmannschaften aus überwiegend jungen, talentierten und älteren, erfahrenen Spielern bestehen passt an dieser Stelle die Aussage des Chronisten aus dem Jahre 1975: „ … dass die Hoffnung besteht, dass mit dieser (jungen) Mannschaft an die Erfolge der früheren Jahre angeknüpft werden kann.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da die derzeitigen Seniorenmannschaften aus überwiegend jungen, talentierten und älteren, erfahrenen Spielern bestehen passt an dieser Stelle die Aussage des Chronisten aus dem Jahre 1975: „ … dass die Hoffnung besteht, dass mit dieser (jungen) Mannschaft an die Erfolge der früheren Jahre angeknüpft werden kann.“